ElectricPixelarm

Where the digital flowers grow

Hallo und willkommen auf der Electric Pixelfarm – der Ort, wo die digitalen Pflänzchen sprießen und wachsen. Die hier gezeigten Kulturen entstanden in den letzten 10 Jahren. Sie sind überwiegend das Ergebnis einer Arbeit mit einem recht jungen Kommunikationsgerät, dem Smartphone. Ich erinnere mich an mein erstes iPhone, welches, versteckt in einem Container aus Übersee – aus der neuen Welt – seinen Weg zu mir fand.

Nun hat dieses Gerät in der achten Generation längst seinen Weg in den Mainstream gefunden und damit auch weitgehend seinen Charme als „subversives“ Kreativwerkzeug verloren. So scheint seine Hauptfunktion heute eher die einer „digitalen Gehirnfessel“ als die eines digitalen, bewusstseinserweiterten Mediums zu sein. Und es sind auch viele von mir in den Jahren geliebte Apps verschwunden und wurden / werden nicht mehr weiterentwickelt.

Die Bilder aus den verschiedenen SOFORTBILD 2.0-Serien sind alle ausschließlich mit dem Smartphone gemacht und mit den unterschiedlichsten Applikationen auf dem Smartphone bearbeitet worden. Die Kulturen haben also nie einen PC gesehen, oder wurden am PC bearbeitet. Die Bilder aus den virtuellen Welten der „BUDAVA“ (Budda – Avatar)-Serien sind natürlich als Screenshots am PC entstanden, wurden dann aber auch ausschließlich am Smartphone bearbeitet) . Das war immer mein Credo.

Mit der angesprochenen Verwandlung des Mediums hat sich meine Aufmerksamkeit in meinem kleinen, bescheidenden Universum in eine andere, neue (alte) Richtung – unter Wahrung meiner wesentlichen Themenbereiche – verschoben, bzw. weiter entwickelt: Virtual Reality.

Die 2016 offiziell erschienenen Virtual Reality-Headsets Oculus Rift und HTC Vive ermöglichen es uns endlich, ohne mit zwei Zentner schweren Bildröhren auf dem Kopf, in alle erdenkliche Welten einzutauchen, unterschiedliche Perspektiven einzunehmen, Kreativität in nie vorstellbaren Formen auszuleben. Und das jetzt schon (Consumer Version 1) in erstaunlicher Qualität. Woche für Woche erscheinen neue, kleine VR-Erlebnisse und Erfahrungen, Spiele, Programme und das fast unbemerkt vom Mainstream.

Wer die gigantischen Schiffe an den Ringen des Saturn in Lone Echo (und hier) gesehen hat, als Android Jack mit Astronautin Olivia in der Schwerelosigkeit ein mitreißendes Abenteuer bestand, wer die künstlerische Magie des komplett in der Virtual Reality gezeichneten Kurzfilms Dear Angelica (und hier) erleben durfte, mit VR Werkzeugen wie Oculus Quill, Oculus Medium, Tilt Brush, MasterpieceVR, Flipside Studio, ... experimentieren durfte, die „Multiverse Engine“ NEOS VR ausprobieren konnte, der versteht zum ersten Mal die Worte Roy Battys wirklich:

„Ich habe Dinge gesehen, die ihr Menschen niemals glauben würdet. Gigantische Schiffe, die brannten, draußen vor der Schulter des Orion. Und ich habe C-Beams gesehen, glitzernd im Dunkeln, nahe dem Tannhäuser Tor. All diese Momente werden verloren sein in der Zeit, so wie Tränen im Regen. ....... Zeit zu sterben.“
Roy Batty (Rutger Hauer): Blade Runner, 1982

Fortsetzung folgt.